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Mathias Jensen

Unser Anliegen

Die Würdekompass-Initiative ist eine Bewegung von interessierten Menschen zur Stärkung des Empfindens, der Vorstellung und des Bewusstseins menschlicher Würde, nicht in der Theorie, sondern im täglichen Zusammenleben. Wir unterstützen und begleiten deshalb den Aufbau von lokal agierenden Würdekompass-Gruppen, die dieses Anliegen in Stadtteilen, Städten und Gemeinden verwirklichen.

Was ist das Ziel einer jeden Würdekompass-Gruppe?

Ziel ist die Herausbildung einer Bewegung, deren Anliegen es ist, das Gefühl, die Vorstellung und das Bewusstseins der Würde jedes Menschen zu stärken. Die Würdekompass-Gruppen verstehen sich als Keimzellen dieser Bewegung. Ihre Mitglieder helfen einander, sich ihrer eigenen Würde bewusst zu werden und versuchen, Würdeverletzungen in einzelnen Bereichen ihrer jeweiligen Regionen durch aufklärende und unterstützende Interventionen zu lindern – bestmöglich zu beseitigen. 

Unter einer miteinander abgestimmten Moderation bestimmen die Mitglieder aus sich heraus, welche Themen in der vereinbarten Zeit geklärt werden sollen. In einem ko-kreativen Prozess werden konkrete Möglichkeiten und Ansätze zur Behandlung von Würdeverletzungen entwickelt. In diesem Prozess erweitert sich der Beziehungsraum zu den anderen Teilnehmern, es entsteht ein Klima wachsenden Vertrauens und zunehmender Offenheit im Austausch und der Zusammenarbeit miteinander.

Wie ist die Haltung in Würdekompass-Gruppen?

Die Treffen der Würdekompass-Gruppen finden in einer Kultur der Begegnung und des konstruktiven Miteinanders statt. Statt fertige Lösungen zu suchen, stellen die Mitglieder einander Fragen: Was zeichnet einen Menschen aus? Wie erleben wir unsere Subjekthaftigkeit in uns selbst und in unseren Beziehungen zu anderen? Sind wir uns darüber bewusst, was wir mit unserer Lebenszeit anfangen, oder auch wie häufig wir uns von anderen für die Realisierung ihrer Absichten benutzen lassen? Was können wir tun, um unsere eigene Würde und die anderer Menschen – oder generell auch die anderer Lebewesen – zu bewahren? 

Eine erste Version unseres Verhaltenskodexes können Sie hier herunterladen.

Wie startet eine Würdekompass-Gruppe?

Gemeinsam, unter einer anfänglich abgestimmten Moderation aus dem Team des Würdekompass, bestimmen die anwesenden TeilnehmerInnen aus sich heraus, was in der vereinbarten Zeit unternommen wird. In einem ko-kreativen, lernenden Prozess wird sich jeder persönlich seiner Würde bewusster. Gleichzeitig wird dadurch der Beziehungsraum der anderen Teilnehmer beeinflusst. Über eine bestimmte Zeit bildet sich Vertrauen zueinander.

Wie erwächst aus der eigenen Würdeerfahrung ein Gewinn für andere?

Über die eigene Klärung würdevollen Verhaltens erlangen die TeilnehmerInnen die Fähigkeit, ihre eigene Würde authentischer und überzeugender zu vertreten. Aus dieser wachsenden inneren Stärke heraus werden dann gemeinsam konkrete Projekte konzipiert und umgesetzt, die dazu beitragen, das Bewusstsein auch anderer Bürger in der betreffenden Kommune zu stärken. So werden die Treffen in den Würdekompass-Gruppen nicht allein zu Gelegenheiten und Orten eigener Würde-Erfahrungen, sie werden auch zu Vorbildern und Generatoren für die Ausbreitung würdevoller Verhaltensweisen der Bürger in den betreffenden Stadtteilen, Städten und Gemeinden.

Gleichzeitig versuchen die Mitglieder dieser Würdekompass-Gruppen in der Öffentlichkeit eine wachsende Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen und weitere Interessierte und Unterstützer in der Region für eine Mitwirkung in diesen Gruppen und für ein ein menschenwürdiges Miteinander zu begeistern.

Einige Beispiele der TeilnehmerInnen aus den Würdekompass-Gruppen

Eine eigene Würdekompass-Gruppe gründen

Wer Interesse daran hat, als Initiator eine Würdekompass-Gruppe in seiner Kommune zu gründen, kann sich direkt hier anmelden. Bei Fragen stehen wir unter info@wuerdekompass.de zur Verfügung.

Für alle, die jetzt eine Würdekompass-Gruppe gründen wollen – verschiedene Wege sind möglich:

Variante 1: Sie starten allein
Am einfachsten ist es, wenn sich für die Gründung einer solchen Gruppe Interessierte zuerst einmal einfach zusammenfinden. Wie das gehen könnte, haben wir ja in groben Zügen oben beschrieben. Inhalte und Themen ergeben sich dann oft von selbst. Sinnvoll ist es, eine Moderation durch den Abend zu vereinbaren. Auch bietet diese Website ja eine Menge Anregungen. Wenn die Interessierten sich einig sind, bitten wir Sie, sich hier anzumelden.

Variante 2: Begleitung bei der Kick-Off Veranstaltung
Andere InitiatorenInnen oder Interessierte möchten beim Aufbau einer Würdekompass-Gruppe möglicherweise auch aktiv von uns unterstützt werden. In solchen Fällen wollen wir gern versuchen, über Moderation und Erfahrung das Miteinander in der Gruppe während der Aufbauphase zu gestalten. Aus diesem Grunde besteht die Chance, einen Reisebegleiter (Mentor) anzufragen, der gemeinsam mit den Anwesenden den Auftakt vor Ort gestaltet, um die Forschungsreise zu beginnen und einen Ausblick zu wagen. Je nach Anzahl der TeilnehmerInnen sind mindestens vier gemeinsame Stunden sinnvoll, um neben einem ersten Kennenlernen schon inhaltlich zur Würde und auch perspektivisch zusammen zu finden. Solange wir noch keinen eigenen Fond geschaffen haben, würden wir den Aufwand für Reise, Unterkunft und Verpflegung sowie bestmöglich eine Spende für die Initiative gerne auf die Interessierten umlegen. Näheres dazu unter info@wuerdekompass.de           

Variante 3: Begleitung in der Gründungsphase:

  • Begleitung beim Aufbau der Gruppe vor Ort (Vertrauensarbeit untereinander, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Aktivitäten)
  • Einbindung in das Netzwerk, Vorstellung auf der Homepage
  • Lokale Projektoptionen zur Überwindung würdeloser Zustände erarbeiten

Wie kann man diese Unterstützung bekommen?

  • ‍Durchführung eines Kick-Off-Workshops (1,5 bis 2 Tage, Unkostendeckung), Ziel im Kick-Off-Workshop: Thematische Begleitung und Projektierung des weiteren Vorgehens)
  • Begleitung im Anschluss bei zu definierenden Aufgaben durch das Team der ersten Würdekompass-Treffen Mitglieder (Unkostenbeitrag, Aufwand für operatives Tun)
  • Zugriff auf die überregionalen Projekte zur Bewusstmachung im eigenen Lebensumfeld, Quartier oder Kommune (Unkostenbeitrag, Aufwand für operatives Tun)
  • Unterstützung bei der strategischen und inhaltlichen Entwicklung, um im eigenen Umfeld die eigenen Projekte umzusetzen (Unkostenbeitrag, Aufwand für operatives Tun)

Möchten Sie eine eigene Würdekompass-Gruppe gründen?

Wir wollen eine große Bewegung werden! Wenn auch Sie sich gewachsen fühlen, das Thema Würde in Ihrer Umgebung anzugehen, lesen Sie, wie wir Sie dabei unterstützen können:

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