Ein würdiges Gefäß für die stillen Vertreter der Initiative Würdekompass
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Unterschiedliche Vorstellungen, Empfindungen und Erwartungen bezüglich einer Umsetzung der Würde in den Gruppen ist an der Tagesordnung. Aktivitäten im Außen erscheinen auf den ersten Blick immer kraft- und wirkungsvoller als ein stiller innerer Veränderungsprozess. Aktivität ist sichtbar und daher in unserer Gesellschaft oft um einiges populärer. Denn allein der, der im Außen aktiv wird, kann angeblich etwas verändern. Diese weit verbreitete Überzeugung ist auch in der Würde-Bewegung vertreten.

Doch ist diese Wahrnehmung stimmig? Aus eigener Erfahrung weiß ich das Personen, die ruhig und nach innen gerichtet Prozesse durchleben, gerade beim Thema Würde oft eher den Kern erfahren und dies die Grundlage für jegliches weitere Vorgehen darstellt. Denn Würde ist nicht greifbar, keine artige Eigenschaft oder aufopfernde Hilfsbereitschaft, die wir uns auf die Schnelle aneignen können. Würde ist erst recht kein Fingerzeig „wie etwas sein sollte.“ Würde ist auch nicht erklärbar, sondern vor allem individuell erfahrbar. Und, Würde ist unglaublich komplex. Eine Auseinandersetzung mit diesem Feld ist häufig noch neu und ungewohnt.

Jeder Engagierte in der Initiative Würdekompass bewegt sich auf einem schmalen Grat, und die Trittsicherheit erscheint mir bei den wenigsten so gefestigt zu sein, dass herausfordernde Passagen, ohne zu Wanken überwunden werden können. Die Würdekompass-Gruppen bieten hier den Raum, die Standfestigkeit auf sicherem Terrain zu üben, lernen sich zu vertrauen, um damit nachher im Hochgebirge gut zurechtkommen und sich im starken Gegenwind zu wiegen.

Daher ist es für mich essentiell, sich da alle Zeit zu lassen, die es braucht. Es ist eine ganz wichtige Phase, wenn nicht die wichtigste für die Zukunft der Bewegung, für die Zukunft wirklich würdevollen Agierens. Nur gemeinsam stärkt sich ein jeder persönlich. Erst dadurch können wir dann unsere Mitmenschen ermuntern, auch vertrauensvoll neue Wege zu gehen und sie offen zu begleiten. Für all das brauchen wir dann nicht trittsichere, erfahrene Bergführer, sondern vor allem stille Menschen, die erfahren haben, welche Räume nötig sind, ohne zu belehren.

Für all jene die diese Gedanken mit mir teilen, möchte ich einen Raum schaffen, um sich in dieser leisen, eher unscheinbaren Ausrichtung gegenseitig zu unterstützen, zu ermutigen und zu inspirieren. Denn ohne diese essenzielle Kraft in unserer Bewegung werden sich die Aktiven verlieren. Gerade gemeinsam dann können wir voneinander lernen, uns gut entwickeln, optimal entfalten und dann großzügig dem hohen Gut der Würde entsprechen.

Die genaue Form der Begegnung, des Austauschs, ob Forum, Telefonkonferenz, ein monatlicher Skype-Stammtisch oder auch persönliche Begegnung werde ich noch bekannt geben. Wenn Du gerne mit dabei bist, Anregungen und Ideen hast, freue ich mich sehr auf Deine Nachricht.

Mit herzlichem Gruss,
Yvonne Nagel

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