Am Labyrinth: Zuhören, austauschen, Wünsche aufhängen
Foto von 
Achim Wagner
  • In der Colchesteranlage nahmen sich zwölf Akteure der seit einem Jahr aktiven Initiative Zeit, um anderen Menschen einfach nur zuzuhören. Die Aktion „Ich höre dir zu“ führte zu einem intensiven Austausch zu zweit, waren doch Menschen gezielt gekommen, um endlich mal loszuwerden, was ihnen auf der Zunge liegt oder der Seele brennt. Auch bei vorbeigehenden Männern und Frauen in der Colchesteranlage weckten die gegenüberstehenden Stühle und Plakate Interesse. Mancher ließ sich auf das Gespräch mit wildfremden Menschen ein. Dank des wertfreien, ungeteilten und freundlichen Zuhörens fühlten sich die Gesprächsbereiten gewürdigt und gingen nachdenklicher und auch erleichtert weiter.
  • Bei der Gesprächsrund zur Würde von Tieren und Pflanzen kamen über 30 Menschen miteinander in einen lebhaften Austausch. Persönliche Erfahrungen und Erlebnisse sowie berufliche Kompetenzen durch Förster, Ökobauer oder zivilgesellschaftliches Engagement als Naturschützer bereicherten die Analyse zum Stand der Natur, die – soweit waren sich alle einig – existentiell bedroht ist. Angesichts massiver Umweltbelastungen, menschengemachten Klimawandels, Massentierhaltung inklusive respektlosem Umgang mit Tieren und dem Verlust von Vielfalt im Pflanzen- und Tierreich wurde die in der Schweiz bereits umgesetzte Erweiterung des Würdebegriffs auf die gesamte Kreatur angeregt. So könnten auch Tiere und Pflanzen durch das Grundgesetz vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden, meinten die Teilnehmer. Ihre Wünsche für die Natur inklusive der Menschheit schrieben sie – und weitere am Labyrinth weilende – auf Wunschzettel, die jetzt im Wunschbaum in der Colchesteranlage im Wind tanzen. Bei einem gemeinsamen „Spätstück“, zu dem alle etwas beitrugen und das internationales Flair hatte, gingen die engagierten Gespräche weiter.

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